Selbstversuche mit Metadaten

Bildschirmfoto 2013-07-19 um 00.54.41Um in meinem Adressbuch irgendwie durchzublicken, habe ich – wie wahrscheinlich viele von Euch – irgendwann angefangen, meine Kontakte zu verschlagworten.

Doch auch trotz intelligenter Gruppen und anderer Finessen fällt es mir immer schwerer, den Durchblick zu behalten. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, die Daten mal grafisch aufzubereiten – was mir insbesondere in der momentanen Debatte um die Totalüberwachung unserer Internetdaten durch mehrere Geheimdienste interessant erschien. Ich gehe davon aus, dass wir größtenteils gar nicht ahnen können, was unsere Daten alles über uns verraten können.

Bei den visualisierten Daten handelt es sich einerseits um die Auswertung der Notizen in meinem Adressbuch und andererseits um eine Analyse von 24.500 E-Mails (aus einem monothematischen Verzeichnis), die darauf beschränkt ist, zu betrachten, wer mit wem wie eng in Kontakt stand. Bitte Links nur mit aktuellen Browsern besuchen, da es sich um rechenintensive Grafiken handelt. Ich empfehle – so leid es mir tut – Chromium oder Chrome, da Safari und Firefox zumindest auf dem Mac einfach zu langsam sind.

Erschreckend fand ich die Komplexitätsreduktion bei den E-Mails, die ich mir in dieser Form nicht vorgestellt hatte. Die 25k E-Mails aus meinem E-Mail-Client zu exportieren dauerte 60 Minuten und führten zu 58 MB Textdaten (ohne Anhänge). Destilliert kommen 702 Kontakte mit 2.103 Verbindungen heraus, was einer 126 KB kleinen Datenmenge entspricht – die aber trotzdem interessante Einblicke gewährt.

Weiterlesen? Spiegel: Wer hat uns verraten? Metadaten!